Helfen ist NICHT (be)kaempfen …

Armut und Hunger, aber Geburtenpraemien und “Familien”foerderungen”, die jetzt beim VGH erzwungen werden sollen …

Dabei sind junge Leute gar nicht so scharf aufs Kinderkriegen (in einer Welt massiver Ueberbevoelkerung), haben andererseits aber (noch) jede Menge Lebensenergie.

Da laeuft einiges FALSCH FALSCH FALSCH, was sich “Sozial”politik” nennt, auch wenn Ursula Till-Tentschert viele gute und lauter richtige Argumente nennt, siehe das Interview in derstandard.at mit Rosa Winkler-Hermaden http://derstandard.at/1292462024020/derStandardat-Interview-Mit-jedem-Kind-sinkt-der-Wohlstand

Zu viel Ideologie, zu viel Pflichtsprech (ohne den man leicht “disqualifiziert” ist), zu wenig Schutz eines persoenlichen Minimums an Geld, und vor allem zu wenig Respekt vor der mit dem Alter steigenden Sehnsucht:

Junge Leute sagen sich schon mal, na gut das riskiere ich, irgendwann werde ich schon was davon haben. Aber das aendert sich manchmal in jungen Jahren, manchmal spaeter:

* nicht (mehr) staendig “wissen” zu muessen, “was man will”,
* nicht (mehr) staendig sich und andere kontrollieren zu muessen, um nicht unter die Raeder zu kommen,
* nicht (mehr) staendig berechnend durchs Leben gehen zu muessen, will man nicht fremdbestimmtes Objekt sein,
* nicht (mehr) staendig Freiraum erkaempfen und rechtfertigen zu muessen sondern als Selbstverstaendlichkeit haben.
(Freiraum der Person ist momentan mehr oder weniger nur mit Geld zu erkaufen, sonst kann man sich der “BeraterInnen” und “BetreuerInnen” nicht erwehren)

Einfaches Beispiel: eine Kuenstlerseele, die gerne musiziert oder malt oder schreibt, aber alles nicht sehr erfolgreich und vor allem nicht intensiv.
Vielleicht noch gern in der Natur, nahe der Dichte der Stadt aber nicht immer im Getuemmel, und gern mit Tieren unterwegs:
— die romantische Freiheit der DichterInnen des 19.Jhts, koennte man spotten —
wer den Fehler (???) machte, auf Seele zu hoeren und sich so aehnlich wiederfand, hat weder Ueberlebensrechte noch – moeglichkeiten, zumindest seit dem Ende des New Deal ca. 1985.
(das beginnt bei Lebensmitteln und Schuhen, die mit Geld gekauft werden muessen, und endet bei Fahrschein und Uebernachtung)

Einige Uebel sind rasch aufgezaehlt, aber sie lassen sich nicht durch (wieder neue) Vorschriften oder “Sozial”politik” loesen:

* Vorschriftenstaat und Vorschriftengesellschaft, wo am liebsten jede(r) allen anderen moeglichst viel vorschreiben (und wegnehmen) moechte, und dementsprechend
 (das hat viel mit Kaiser- und BeamtInnen- Vergangenheit seit 500 Jahren zu tun)
* Latenter Faschismus, der sich in “Wirtschafts-” (monetaerem) Faschismus aeussert und nur duenn verdeckt war, solange die Einkommen (der Mehrheit) stiegen
 (das betrifft durchaus nicht nur Europa, und je mehr es “Schwellen”laender” betrifft, umso gravierender ist das: neuerdings werden sogar Tschetschenen sofort wieder in ihre buchstaeblich verwuestete Heimat deportiert)
* Neid und Minderwertigkeitskomplexe (“die haben mehr Geld als ich, obwohl ich arbeite”)
 (das ist stark vertreten, wo wenig Bildung und Wohlfuehlen in der Schule stattfand)
* “Arbeits”platz”religion” (Arbeit als “positiver Wert”) statt Existenzminimumgeld (OHNE Bedingungen)
 (Lust an Erzwingung statt Bewusstmachen, dass “Arbeit” und “investitionen” nur immer mehr — und “effektiver” — Umwelt, Ressourcen und sogar Klima kaputt”wirtschaften”)
* Fehlende Grenze, unter die NIEMAND mehr (von “Arbeit”geberInnen”, AMS, SozialamtlerInnen etc.) gedrueckt werden kann
 (statt dessen agieren aber AMS und Sozialamt wie Zuhaelterbanden, die Wirtschaftsfaschismus bedienen)

Besser waere es, sich oefters vorzusagen, (zb)
“ok mit “Arbeit” kann ich mich wichtiger machen und dann fuehle ich mich wohler,
 ABER 1) geht es auch mir besser, wo Wald, Wildnis und mehr Sauerstoff sind (als im CO2-Wachstum der Industrien)
 und 2) wenn nichts mehr weitergeht (und keine Jobs zu haben sind), kann ich mit Existenzgeld wenigstens in Ruhe ueberlegen, welche Umwelt(en) ich per Job unterstuetzen soll und will”:
Besser weniger “tun” aber ueberlegter leben, und sich nur aufs Getriebensein einlassen, solange (Ueber)Mut und Energien genug da sind.

Deshalb treibt auch eine “Bekaempfung” der Armut immer nur weiter die (falsche) Mentalitaet voran,
die mit ZUTEILUNGEN und VORSCHRIFTEN “Armut verringern” will,
statt ALLEN ein Minimum zuzugestehen, …
… das jede(r) fuer sich frei verwendet
… das klar an BIP/GDP gebunden sein muss
 (“Softstart” zb mit 1/3 oder 1/4 BIP = 600,- bis 800,-/Monat im reicheren Europa,
  ABER OHNE BEDINGUNGEN und wegen menschlicher Jahresrhythmen besser 14x oder 16x/Jahr
  weil dann 4x 1/2 oder 4x ein Monatsbetrag zu Festen und Ferien dazukommen, wo es fehlt
  falls “man” zu wenig berechnend durchs Jahr und die Menschen geht)
… das nichts mit “Bonitaet” oder “being worth” zu tun hat sondern den Wert den Menschen
 (warum nicht AUCH in einem Geldbetrag/Monat oder /Woche!!!) ausdrueckt
… das (weil je Person) sowohl Singledasein als auch “Familie” etwas bringt:

Heute bekommen Paare weniger als 2x Single, und als Kinderpraemie kommt wieder was dazu.
Geht es noch idiotischer???
(als Existenzgeld fuer Kinder waere das Geld besser angelegt: 1/3 an die Eltern, etwa bis 14 oder 16,
 2/3 an Schulen, Kindergaerten, Bildungswochen, Sportkurse etc., und ab 14-16 stufenweilse/Jahr dann alles an die jungen Erwachsenen) 

Wenn junge Leute nicht von Eltern und Schule mit Noten bombardiert und herumgezerrt (“erzogen”) werden,
dann ist weder Herrschsucht spaeter ein Problem
— das ist das Elixier von “Elite”schulen und arrivierten “Karriere”eltern,
  die “erfolgreich” KonkurrentInnen aus dem Feld gedraengt hatten —
noch kommt es zu jenem (linkslastigem wie rechtslastigem) Faschismus, der seit 20 Jahren
Werte wie Weltoffenheit und freundschaftlichen Umgang miteinander
— zb in Oesterreich — immer mehr verschwinden laesst.

Gegen Hunger etwas zu essen auf Lager zu haben, ist schon gut
— deshalb http://bodenreform.wordpress.com
aber was als “Armuts”bekaempfung” laeuft, stellt “etablierte” Faschismuspolitik
und Faschismuswirtschaft nicht als solche in Frage
sondern zwingt die Mentalitaet von “uns ArmutsbekaempferInnen” den (noch) Schwaecheren auf.

https://armutsbekaempfung.wordpress.com
http://bodenreform.wordpress.com

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